Kaiserswerther Diakonie
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Kaiserswerther Seminare

 

 

 ETHIK

Projekt "Ethisches Lernen in der allgemeinen Erwachsenenbildung" 

Ethisches Lernen findet meist implizit in beinahe allen erwachsenenbildnerischen Kontexten statt. Ziel des Projektes „Ethisches Lernen in der allgemeinen Erwachsenenbildung“ ist es, diese impliziten ethischen Lernanlässe explizit zu machen und als erwachsenbildnerische Querschnittsaufgabe fest zu verankern. Wir, die Kaiserswerther Seminare, sehen unsere Aufgabe und Verantwortung darin, uns an der ethischen Diskussion in der Gesellschaft und der Erwachsenenbildung aktiv zu beteiligen.
 

 

KOMBÜSE

Kombüse - ein neues Projekt der Kaiserswerther Seminare zum Thema Grundbildung

Die Anforderungen in der Arbeitswelt und der Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeiter/-innen steigen. Gleichzeitig klagen Schulen, Wirtschaft und Politik über den Bildungsnotstand in Deutschland. Angesichts dieser Divergenz gewinnt das Thema Grundbildung zunehmend an Aktualität. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Grundbildung von Menschen im Arbeitsleben als wesentliche Gestaltungsaufgabe erkannt und eine Bildungsinitiative für Menschen mit Grundbildungsbedarf gestartet. Im Rahmen dieser Initiative fördert das BMBF unter anderem den Projektverbund GiWA (Grundbildung in Wirtschaft und Arbeit - mehrperspektivisch) mit sechs ausgewählten Forschungs- bzw. Gestaltungsprojekten, die an fünf Standorten, in unterschiedlichen Arbeitsbranchen und für unterschiedliche Zielgruppen zeitgemäße Grundbildungsinhalte identifizieren und in die Entwicklung, Erprobung sowie Implementierung von Lernsettings überführen. Die Teilprojekte sind im Einzelnen:

AlphaKU: Neue Beschäftigungsperspektiven für Niedrigqualifizierte in kleinen und mittleren Unternehmen durch Grundbildung und Alphabetisierung (Beratung, Service & Weiterbildung GmbH, Dresden)

Alphabet x 2: Zweisprachigkeit als Chance - kompetenzbasierte Grundbildung für MigrantInnen (Institut für angewandte Kulturforschung e.V., Göttingen)

FAKOM: Förderung arbeitsplatzbezogener kommunikativer Kompetenzen bei Migrant/innen in der Altenpflege (Stephanuswerk, Isny)

Kombüse: Kompetenzbündelung aller an der Grundbildung Beteiligten in der Gesundheitswirtschaft (Kaiserswerther Diakonie - Kaiserswerther Seminare, Düsseldorf)

Unterstützte Kommunikation (UK) - den Erwerb kommunikativer Kompetenzen und Grundbildung von Schwerstbehinderten mit UK ermöglichen (IMPULSE GmbH, Dortmund)

Zusammengeführt sind diese Teilprojekte in dem Projektverbund „GiWA: Grundbildung in Wirtschaft und Arbeit - mehrperspektivisch“. Die Verbundleitung und wissenschaftliche Begleitung liegt bei dem bbb - Büro für berufliche Bildungsplanung, Dortmund (mail: klein@bbbklein.de).

Die Kaiserswerther Seminare beteiligen sich am dem Vorhaben mit dem Teilprojekt „Kombüse - Kompetenzbündelung aller an der Grundbildung Beteiligten in der Gesundheitswirtschaft“.

Projektidee

Das Beschäftigungsfeld Gesundheitswesen steht unter einem Gestaltungsdruck: Zum einen ist die Gruppe der Geringqualifizierten in Pflege und Hauswirtschaft eine unentbehrliche Ressource, die vielfältige Aufgaben übernimmt. Zum anderen ist häufig von einer rudimentären Grundbildung dieser Beschäftigten auszugehen, die das Weiterlernen und somit auch das Lebenslange Lernen erschwert. Ohne eine solche Basis, die nach dem hier vertretenen Grundbildungsverständnis neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch weitere soziale, personale und kulturelle Kompetenzen umfasst, ist die Beschäftigungsfähigkeit- und sicherheit gefährdet.

Angesichts des demografischen Wandels und zunehmend gerontopsychiatrisch veränderter Menschen scheint insbesondere der Bereich der gerontopsychiatrischen Pflege und Betreuung ein Zukunftsfeld, für das es Konzepte zu entwickeln gilt.

Ziele dieses Projektes sind vor diesem Hintergrund:

  • Zugang zu Bildung und Qualifizierung für Geringqualifizierte schaffen
  • Beschäftigungsfähigkeit und -sicherheit der Geringqualifizierten steigern
  • Kompetenzen allter beteiligten Akteure bündeln
  • nachhaltig Lern- und Organisationsentwicklungsprozesse in den beteiligten Einrichtungen initiieren

Gemeinsam mit ausgewählten Kooperationseinrichtungen werden Konzept und Curriculum für die Grundbildung gering qualifizierter Mitarbeitender im gerontopsychiatrischen Feld entwickelt und durchgeführt. Basis für die Konzeption und Umsetzung sind dabei die Leitprinzipien der Lernberatung sowie ein erweitertes Grundbildungsverständnis, das grundlegende Aspekte für die erfolgreiche Ausübung des beruflichen Lebens berücksichtigt. Zu prüfen ist, ob eine Teilqualifizierung die Nachhaltigkeit hinsichtlich der Beschäftigungssituation in der Begleitung gerontopsychiatrischer Menschen sichert.

Zur optimalen Nutzung der unterschiedlichen Kompetenzen werden die verschiedenen Akteure in den Entwicklungs- und Umsetzungsprozess eingebunden:

Die Lernenden äußern als Experten ihres eigenen Lernens ihre Lernwünsche und -interessen, die in die Konzeption sowie die prozesshafte Gestaltung der Maßnahme eingebunden werden

  • Professionelle Lernberater/-innen stellen ihre Beraterkompetenz für die Prozessbegleitung und -moderation in den Betrieben zur Verfügung
  •  Ausbilder/Anleiter/Leitungen aus den jeweiligen Betrieben bringen ihr Praxiswissen und ihre Managementfähigkeit in die Entwicklung und Umsetzung von Grundbildungsmaßnahmen ein und schaffen tragfähige Strukturen
  • Professionelle Dozent/-innen für die Durchführung der Grundbildung steuren ihre Kultursensibilität und Erfahrung mit derr Zielgruppe bei

Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich "Alphabetisierung / Grundbildung für Erwachsene", Zeitraum: Oktober 2007 - März 2010

Projektpartner:

Link: GiWA-Online 2: Artikel und Berichte aus dem Projektverbund

 

QUIKK

Projekt QUIKK zu Demenz
 
 
Das Friederike-Fliedner-Institut (FFI) als An-Institut der Evangelischen Fachhochschule Bochum hat in Kooperation mit den Kaiserswerther Seminaren den Zuschlag für ihre Projektidee im Themenschwerpunkt „Evaluation und Ausbau zielgruppen-spezifischer Qualifizierung" erhalten. Absicht des Leuchtturmprojektes "Demenz" des BMG ist es, aus den vorhandenen Versorgungsangeboten herausragende Projekte zu identifizieren und weiter zu entwickeln, Defizite bei der Umsetzung einer evidenzbasierten pflegerischen und medizinischen Versorgung demenziell Erkrankter zu beseitigen und eine zielgruppenspezifische Qualifizierung für in der Versorgung engagierte Personen und beteiligte Berufsgruppen zu erreichen. Auf dieser Grundlage sollen solche Projekte identifiziert werden, die als „Leuchttürme" im Bereich Demenz von besonderer Bedeutung sind und Verbreitung verdienen.
 
In dem Projektvorhaben des FFI und der Kaiserswerther Seminare geht es primär um die wissenschaftliche Evaluation und Erprobung von vorhandenen In-House-Weiterbildungen zur Konzept- und Kompetenzentwicklung multiprofessioneller Teams und ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in stationären, teilstationären- und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe mit dem Schwerpunkt demenzieller Erkrankungen (QUIKK). Ziel ist es beispielsweise, die Wirksamkeit einer Inhouse-Weiterbildung in Bezug auf die Kompetenzentwicklung eines multiprofessionellen Teams zu überprüfen. Ansprechpartnerinnen für das Projekt sind Ilona Holtschmidt (Geschäftsführerin FFI) und Dagmar Kampendonk (verantwortlich für die Inhouse-Weiterbildung).